{"id":890,"date":"2011-09-12T08:12:50","date_gmt":"2011-09-12T06:12:50","guid":{"rendered":"http:\/\/orchesterfreunde-gera.de\/content\/?p=890"},"modified":"2011-09-12T08:12:50","modified_gmt":"2011-09-12T06:12:50","slug":"rettungsschirm-wird-doch-gebraucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/orchesterfreunde-gera.de\/content\/2011\/09\/rettungsschirm-wird-doch-gebraucht\/","title":{"rendered":"Rettungsschirm wird doch gebraucht"},"content":{"rendered":"<h2>Rettungsschirm wird doch gebraucht<\/h2>\n<h3>Hiobsbotschaften zum Theater nehmen kein Ende<\/h3>\n<p><strong>Altenburg\/Gera. Obwohl der Geraer Stadtrat vorgestern Abend als erster der drei Gesellschafter der Finanzierungsvereinbarung mit dem Land Th\u00fcringen f\u00fcr das Altenburg-Geraer Theater zugestimmt hat, nimmt die Debatte um die fusionierten B\u00fchnen immer dramatischere Z\u00fcge an. Mit voraussichtlich bis zu 2,5 Millionen Euro schl\u00e4gt der beabsichtigte \u00dcbergang vom Haus- zum Fl\u00e4chentarifvertrag zu Buche. Au\u00dferdem wurde erst jetzt bekannt, dass das Theater den mehr als 1,8 Millionen Euro umfassenden Rettungsschirm des Landes und der drei Gesellschafter in vollem Umfang nutzen muss, um bis Ende 2012 zu \u00fcberleben.<\/strong><br \/>\n<strong>Von Ellen Paul<\/strong><!--more--><br \/>\nBis jetzt war immer die Rede davon, das vor einem Jahr in heftige Turbulenzen geratene Theater k\u00f6nne die Krise aus eigener Kraft bew\u00e4ltigen. Mehrfach hatte Ex-Intendant Matthias Oldag bei seinem Abschied \u00f6ffentlich erkl\u00e4rt, nicht einen Euro des Rettungsschirms in Anspruch genommen zu haben. Dem hat Landrat Sieghardt Rydzewski (parteilos) in dieser Woche auf eine entsprechende Anfrage im Kreistag widersprochen. &#8222;Wir haben die Presse\u00e4u\u00dferungen gelesen, wollten aber nicht noch \u00d6l ins Feuer gie\u00dfen. Wir wussten, dass es anders ist&#8220;, so Rydzewski. Schon Ende 2010 sei zus\u00e4tzliches Geld gebraucht worden.<br \/>\nDie Stadtr\u00e4te in Gera und Altenburg sowie die Kreisr\u00e4te des Altenburger Landes d\u00fcrften dies mit einigem Entsetzen zur Kenntnis nehmen. Hatten sie doch angesichts eigener finanzieller Schwierigkeiten gehofft, nicht draufsatteln zu m\u00fcssen. Auch der neue Intendant Kay Kuntze zeigt sich von der tats\u00e4chlichen Schieflage des Hauses \u00fcberrascht. Noch vor dem Sommer, zur Zeit seiner Bewerbung und des Auswahlverfahrens f\u00fcr die Intendanz, habe er vielmehr beruhigende Signale empfangen, sagt er in einem Gespr\u00e4ch mit der in Gera erscheinenden Ostth\u00fcringer Zeitung. Dabei lie\u00df er \u00fcberraschend seine eigene Zukunft offen. W\u00e4hrend er gegen\u00fcber OVZ erkl\u00e4rte, die Kreistagsentscheidung gegen ihn habe erst einmal keine Konsequenzen, sieht er das einen Tag sp\u00e4ter offensichtlich etwas anders. Er wolle diese pers\u00f6nliche Entscheidung erst treffen, wenn alle Finanzierungsdaten auf dem Tisch liegen und damit die Perspektiven des Hauses verbindlich gekl\u00e4rt seien.<br \/>\nInzwischen lichten sich zumindest die Nebelschwaden, die das pl\u00f6tzliche Bed\u00fcrfnis von Landrat und Oberb\u00fcrgermeister umgeben, die Finanzvereinbarung mit dem Land Th\u00fcringen nachverhandeln zu wollen. Wie Michael Wolf im Gespr\u00e4ch mit dieser Zeitung erkl\u00e4rte, schl\u00e4gt die beabsichtigte R\u00fcckkehr zum Fl\u00e4chentarifvertrag f\u00fcr die Angestellten des Theaters mit insgesamt voraussichtlich 2,5 Millionen Euro zu Buche. &#8222;Und niemand wei\u00df, wie das bezahlt werden soll.&#8220; Hinzu kommen die Unw\u00e4gbarkeiten bei der Finanzierung des neuen Staatsballetts.<br \/>\nWolf hat deshalb eigenen Aussagen zufolge in dieser Woche an den Betriebsrat appelliert, mit der Belegschaft \u00fcber Lohnverzicht zu sprechen. Und zwar mehr als im gegenw\u00e4rtig g\u00fcltigen Haustarifvertrag. &#8222;Nur \u00fcber diese Solidarit\u00e4t k\u00f6nnen die Arbeitspl\u00e4tze erhalten werden&#8220;, so der SPD-Politiker. Wenn diese erste Variante nicht m\u00f6glich sei, blieben nur betriebsbedingte K\u00fcndigungen. &#8222;Der Schritt zum Fl\u00e4chentarifvertrag ist derma\u00dfen heftig, dass es definitiv nicht mehr das Theater sein wird, was wir derzeit haben. Es w\u00fcrde die Zerschlagung von Sparten bedeuten und wom\u00f6glich das Ende einer 140-j\u00e4hrigen Theatertradition.&#8220;<br \/>\nWer von Einsparpotenzial spreche, wisse nicht, wovon er rede. Wer nicht bereit sei, sich am Rettungsschirm zu beteiligen oder gar insgesamt weniger Geld geben will, trage zur v\u00f6lligen Zerschlagung des Theaters bei, so Wolf. &#8222;Ich werde mit allen Mitteln versuchen, dies zu verhindern.&#8220; \u00a9 Kommentar Seite 15<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rettungsschirm wird doch gebraucht Hiobsbotschaften zum Theater nehmen kein Ende Altenburg\/Gera. Obwohl der Geraer Stadtrat vorgestern Abend als erster der drei Gesellschafter der Finanzierungsvereinbarung mit dem Land Th\u00fcringen f\u00fcr das Altenburg-Geraer Theater zugestimmt hat, nimmt die Debatte um die fusionierten B\u00fchnen immer dramatischere Z\u00fcge an. 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