{"id":811,"date":"2011-09-01T08:35:43","date_gmt":"2011-09-01T06:35:43","guid":{"rendered":"http:\/\/orchesterfreunde-gera.de\/content\/?p=811"},"modified":"2011-09-08T13:27:16","modified_gmt":"2011-09-08T11:27:16","slug":"heftige-debatte-um-theaterfinanzierung-im-kreistags-kulturausschuss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/orchesterfreunde-gera.de\/content\/2011\/09\/heftige-debatte-um-theaterfinanzierung-im-kreistags-kulturausschuss\/","title":{"rendered":"Heftige Debatte um Theaterfinanzierung im Kreistags-Kulturausschuss"},"content":{"rendered":"<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"12\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<h2>Keinen Freifahrtschein f\u00fcrs Theater<\/h2>\n<h3>Heftige Debatten um Finanzierung entbrannt<\/h3>\n<p><strong>Altenburg. W\u00e4hrend die Theaterleute in die neue Spielzeit starten (siehe unten stehenden Beitrag), rumort es hinter den Kulissen gewaltig. Die vom Freistaat hart erk\u00e4mpfte, eigentlich bereits unter Dach und Fach gew\u00e4hnte Theaterfinanzierung von 2013 bis 2016 ger\u00e4t v\u00f6llig unerwartet ins Wanken. Eine Zustimmung des Kreistages in der n\u00e4chsten Woche ist ungewiss.<\/strong><br \/>\n<strong> Von Ellen Paul<\/strong><br \/>\nDabei scheint die Forderung von Landrat Sieghardt Rydzewski (parteilos), im Vergleich zur Stadt Altenburg mehr Mitspracherecht f\u00fcr den Landkreis zu erhalten oder weniger Geld zu zahlen (OVZ berichtete), offenbar noch das kleinere Problem. <!--more-->Denn wie Kreisrat Karsten Schalla, Vorsitzender des Kulturausschusses, auf OVZ-Nachfrage erkl\u00e4rte, sehen die Abgeordneten zumindest seines Ausschusses fraktions\u00fcbergreifend weit gr\u00f6\u00dfere Probleme. Man wolle deshalb dem Kreistag empfehlen, die Vorlage zur Theaterfinanzierung in die zust\u00e4ndigen Aussch\u00fcsse zur\u00fcckzuverweisen. Au\u00dferdem soll m\u00f6glichst schnell ein \u00c4nderungsvorschlag \u00f6ffentlich gemacht werden.<br \/>\n&#8222;Solange ich nicht wei\u00df, wie wir den Haushalt 2012 deckeln sollen, bin ich nicht bereit, dem Theater f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre einen Freifahrtschein auszustellen&#8220;, so der FDP-Politiker. Schlie\u00dflich drohe dem Landkreis durch die K\u00fcrzungen im kommunalen Finanzausgleich ein Defizit von rund vier Millionen Euro, von dem derzeit niemand wei\u00df, wie es geschlossen werden soll. &#8222;Viele andere Th\u00fcringer Kommunen mussten sich in den letzten Jahren schon von liebgewonnenen Einrichtungen wie Freib\u00e4dern oder Bibliotheken trennen. Nur im Altenburger Land glauben offensichtlich alle, dass immer alles so weitergeht wie bisher. &#8220;<br \/>\nErschwerend komme beim Theater hinzu, das bislang niemand wisse, welche finanziellen Auswirkungen die angek\u00fcndigte R\u00fcckkehr zum Fl\u00e4chentarifvertrag tats\u00e4chlich haben wird, so Schalla weiter. Auch bei der Finanzierung des neuen Staatsballetts gebe es noch offene Fragen, da das Land nur f\u00fcr Personal- und Sachkosten aufkommen will. Logistik- und Verwaltungskosten hingegen seien ungekl\u00e4rt, wie die neue kaufm\u00e4nnische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Theaters, Andrea Schappmann, in dieser Woche im Kulturausschuss des Geraer Stadtrates best\u00e4tigte.<br \/>\nHeftig eingemischt in die Diskussion um die Theaterfinanzierung hat sich \u00fcberraschend auch die Schm\u00f6llner B\u00fcrgermeisterin Kathrin Lorenz. Es k\u00f6nne nicht sein, dass die Kommunen zum einen \u00fcber die Kreisumlage das Theater mitfinanzieren und zum anderen 25-prozentige K\u00fcrzungen der Schl\u00fcsselzuweisungen in Kauf nehmen sollen. Damit w\u00fcrden St\u00e4dte und Gemeinden das Theater doppelt finanzieren. &#8222;Und das bei dem h\u00f6her werdenden Altersdurchschnitt. Immer mehr \u00c4ltere im Kreis bedeutet auch, immer weniger Besucher im Landestheater&#8220;, so die CDU-Politikerin.<br \/>\nAndererseits habe sie als B\u00fcrgermeisterin immer weniger M\u00f6glichkeiten, Vereine, Jugendarbeit, Ehrenamtliche, Trachten- und Kulturgruppen finanziell zu unterst\u00fctzen. Sie fordert deshalb, vor allem betriebswirtschaftliche Aspekte in den Mittelpunkt zu r\u00fccken, wenn es um die k\u00fcnftige Finanzierung des Theaters geht. Um eine sinnvolle Diskussion dar\u00fcber f\u00fchren zu k\u00f6nnen, geh\u00f6re zum einen der Etatentwurf des Landes Th\u00fcringen f\u00fcr 2012 auf den Tisch und zum anderen die Vorstellungen des neuen Theaterintendanten, wie er Geld einspielen wolle, statt nur auf Subventionen zu bauen.<br \/>\nDie Landesregierung will dem Altenburg-Geraer Theater von 2013 bis 2016 j\u00e4hrlich 9,7 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung stellen, das sind 253 000 Euro mehr als bislang. Gera, Altenburg und das Altenburger Land steuern 6,7 Millionen Euro bei. Die geringf\u00fcgig h\u00f6heren Zusch\u00fcsse reichen aber nicht, um die Tarifsteigerungen aufzufangen. Ein Konzept, wie das Theater das Problem l\u00f6sen will, liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Keinen Freifahrtschein f\u00fcrs Theater Heftige Debatten um Finanzierung entbrannt Altenburg. 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