{"id":51791395715222390,"date":"2023-07-05T16:54:25","date_gmt":"2023-07-05T14:54:25","guid":{"rendered":"https:\/\/orchesterfreunde-gera.de\/content\/?page_id=51791395715222390"},"modified":"2023-07-05T16:54:27","modified_gmt":"2023-07-05T14:54:27","slug":"8-philharmonisches-konzert-3","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/orchesterfreunde-gera.de\/content\/8-philharmonisches-konzert-3\/","title":{"rendered":"8. Philharmonisches Konzert"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Philharmonische Orchester Altenburg Gera spielte Werke von <em>Charles Ives, Gabriel Prokovfiev, Leonard Bernstein, George Gershwin <\/em>und <em>Aaron Copland <\/em>unter der Leitung von Generalmusikdirektor Ruben Gazarian. Besonderer Gast war der DJ Mr Switch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Von <em>Maha Dieminger<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Mittwoch, 07.06.2013, Gera. Mit \u201e<em>The Unanswered Question<\/em>\u201c (Die unbeantwortete Frage), komponiert von <em>Charles Ives (1874- 1954)<\/em>, begann dieser Konzertabend. Im Jahr 1908 schrieb der Amerikaner eines seiner bekanntesten St\u00fccke: \u201e<em>The Unanswered Question<\/em>\u201c, welches er von 1930 bis 1935 noch einmal \u00fcberarbeitete. Eine Solotrompete stellt die unbeantwortete Frage mehrmals im Laufe des St\u00fcckes. Es ist nicht klar, welche Frage unbeantwortet bleibt. Dem Publikum wird es selbst \u00fcberlassen, eine Frage zu stellen und die Antwort zu suchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Besonders sind auch die drei Instrumentengruppen, die in unabh\u00e4ngigen Tempi ihre eigenen Melodien spielen: Ausgehaltene Streicher, Solotrompete und Holzbl\u00e4ser. Auch waren die drei Gruppen \u00f6rtlich voneinander abgetrennt, so spielten die Solotrompete aus dem \u201eOff\u201c, also nicht sichtbar f\u00fcr die Zuh\u00f6rer. Die Holzbl\u00e4ser spielten vom Rang aus und die Streicher waren auf der B\u00fchne platziert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Unter dem Motto \u201eClassic meets Electro\u201c stand das folgende, au\u00dfergew\u00f6hnliche Klangerlebnis und das Highlight des Abends: \u201e<em>Konzert f\u00fcr Turntables und Orchester No.2<\/em>\u201c von <em>Gabriel Prokofiev (*1975) <\/em>mit dem erfolgreichen, englischen DJ <em>Mr Switch<\/em>. Einen vollen Kontrast zum Orchester, mit Holzf\u00e4llerhemd, Jeans, und dem DJ Pult stellte Mr Switch dar und brachte den \u201eClub\u201c in den Konzertsaal. Bereits das erste Konzert f\u00fcr Turntables (Plattenspieler) und Orchester von Gabriel Prokofiev f\u00fchrte Mr Switch \u00fcber 70 mal auf und er steht in regem Kontakt mit Gabriel Prokofiev. So schrieb der Komponist das zweite Konzert f\u00fcr Mr Switch als Solisten. W\u00e4hrend des St\u00fcckes griff der DJ Melodien und Themen des Orchesters auf und verarbeitete und ver\u00e4nderte sie mithilfe seinen Turntables. Dadurch kann er die verschiedenen Welten des Hip Hop und der Klassik miteinander verschmelzen und etwas einzigartiges entstehen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Anschlie\u00dfend erklang \u201e<em>Fanfare for the Common Man<\/em>\u201c (Fanfare f\u00fcr den einfachen Mann) komponiert von <em>Aaron Copland (1900-1990)<\/em>, als musikalische Hommage zu Ehren derer, die am zweiten Weltkrieg beteiligt waren. Copland komponierte die Fanfare als Reaktion auf den Eintritt der USA in den Krieg und sie geh\u00f6rt heute noch zum Standardrepertoire.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Auch Werke von <em>Leonard Bernstein (1918-1990) <\/em>waren zu h\u00f6ren. Nach der Pause spielte das Orchester drei Tanzepisoden aus dem Musical \u201e<em>On the Town<\/em>\u201c. \u201e<em>On the Town<\/em>\u201c ist das erste Broadway Musical von Leonard Bernstein. 1945 w\u00e4hlte er aus diesem drei Tanzepisoden als Konzertsuite aus. Die drei St\u00fccke schicken den Zuh\u00f6rer auf eine imagin\u00e4re Reise durch New York City, wo das Musical spielt. Mit zarten Streicherkl\u00e4ngen wird das Publikum in <em>George Gershwins (1898-1937) \u201eLullaby\u201c <\/em>(Schlaflied) f\u00fcr Streichorchester eingef\u00fchrt. Als Klaviervituose schrieb Gershwin \u201e<em>Lullaby<\/em>\u201c zuerst als Klavierwerk und nahm sich sp\u00e4ter der Adaption f\u00fcr Streichquartett an. Damit ist es das einzige kammermusikalische Werk, das der Komponist jemals schrieb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Als Abschluss des Konzertes erklang \u201e<em>Divertimento\u201c<\/em>, abermals komponiert von <em>Leonard Bernstein<\/em>. Dieses 8 s\u00e4tzige Werk komponierte Bernstein zur Feier des 100. Jubil\u00e4ums des Boston Symphony Orchestra. Seine Verbundenheit zur Stadt seiner Kindheit und dessen Symphonieorchester inspirierten ihn zu diesem Divertimento. Begeisterter Applaus beendete diesen gelungenen und au\u00dfergew\u00f6hnlichen Konzertabend.<\/p>\n\n\n\n<p>_____________________________________________________________________________________________________<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">8. Philharmonisches Konzert: Charles Ives, Aaron Copland, Leonard Bernstein, George Gershwin und Gabriel Prokofiev mit DJ Mr. Smith<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Philharmonische Orchester begeistert unter der Leitung des Generalmusikdirektors Ruben Gazarian mit Werken von&nbsp; Ives, Copland, Bernstein, Gershwin sowie Gabriel Prokofiev und als Solist das Abends performt&nbsp; DJ Mr Smith<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">von Paula Krause<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Gera. Am 07. Juni 2023, 19:30 Uhr. Im Konzertsaal des Gera Theaters durften die Zuschauer eine au\u00dfergew\u00f6hnliche und fesselnde Darbietung des Philharmonischen Orchesters Altenburg Gera unter der Leitung von Generalmusikdirektor Ruben Gazarian erleben. Das Programm bot eine Mischung aus klassischen Werken und modernen Kompositionen, die das Publikum auf eine musikalische Reise mitnahm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Konzert wurde mit Charles Ives\u2018 \u201eThe Unanswered Question\u201c er\u00f6ffnet. Schon zu Beginn zeigte sich die meisterliche Beherrschung des Orchesters unter der Leitung von GMD Gazarian. Die verschiedenen Instrumentengruppen wurden geschickt eingesetzt, um eine Atmosph\u00e4re der Fragilit\u00e4t und Unsicherheit zu erzeugen. Die Solotrompete stellte die &#8222;unbeantwortete Frage&#8220;&nbsp; und schwebte \u00fcber den sanften Kl\u00e4ngen der Streicher und des Holzbl\u00e4serensembles. Es war ein beeindruckender Start, der das Publikum sofort in den Bann zog.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Der H\u00f6hepunkt des Abends war zweifelsohne Gabriel Prokofievs &#8222;Konzert f\u00fcr Turntables und Orchester Nr.2&#8220;. Gemeinsam mit DJ Mr Smith pr\u00e4sentierte das Orchester eine einzigartige Fusion aus klassischer Musik und modernen Kl\u00e4ngen. Die einzelnen S\u00e4tze, wie &#8222;Andante misterioso-Marcato Agressivo&#8220;, &#8222;Adagio, Adagio con moto-Energetico&#8220;, und \u201eAllegretto deciso-Allegretto can fuoco\u201c, erzeugten eine faszinierende Klanglandschaft, in der sich klassische Instrumente mit den elektronischen Beats des DJs vermischten. Das Zusammenspiel zwischen Orchester und DJ war perfekt synchronisiert und sorgte f\u00fcr eine energiegeladene und mitrei\u00dfende Performance. DJ Mr Smith \u00fcberzeugte mit seinen Zugaben und hinterlie\u00df das Publikum begeistert und erstaunt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Nach der Pause setzte das Philharmonische Orchester das Konzert mit Aaron Coplands &#8222;Fanfare for the Common Man&#8220; fort. Die kraftvolle und heroische Komposition erf\u00fcllte den Saal mit einer Atmosph\u00e4re des Stolzes und der Einheit. Die tiefen Blechbl\u00e4ser und das Schlagwerk brachten die Fanfare mit majest\u00e4tischer Wirkung zum Ausdruck und zeigten die Virtuosit\u00e4t des Orchesters.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Die Drei Tanzepisoden aus Leonard Bernsteins Musical &#8222;On the Town&#8220; brachten eine lebhafte und mitrei\u00dfende Stimmung in den Saal. Die rhythmischen und melodischen Variationen fesselten das Publikum und lie\u00dfen es f\u00f6rmlich mit den Musikern auf der B\u00fchne mitwippen. Das Orchester beherrschte die Komplexit\u00e4t der St\u00fccke souver\u00e4n und verlieh jedem Tanz eine einzigartige Note.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Streichorchester zeigte dann seine sensible Seite mit George Gershwins &#8222;Lullaby&#8220;. Die weichen Melodien und die zarten Kl\u00e4nge schufen eine wunderbare Atmosph\u00e4re, die das Publikum in eine Welt der Tr\u00e4ume und des Wohlbehagens entf\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Konzert endete mit Leonard Bernsteins &#8222;Divertimento for Orchestra&#8220;. Hier zeigte das Orchester seine bemerkenswerte Technik und Leidenschaft, w\u00e4hrend es das Werk mitrei\u00dfend interpretierte. Die verschiedenen Abschnitte brachten die unterschiedlichen Klangfarben des Orchesters zum Vorschein und boten dem Publikum ein wahres Feuerwerk an Emotionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Ruben Gazarian pr\u00e4sentierte das Philharmonische Orchester Altenburg Gera einen beeindruckenden Abend voller musikalischer Entdeckungen. Die Vielfalt der Werke spiegelte die Bandbreite des Orchesters wieder und demonstrierte eindrucksvoll, dass klassische Musik zeitlos ist und sich wunderbar mit modernen Kl\u00e4ngen verbinden l\u00e4sst. Besonders die Zusammenarbeit mit DJ Mr Smith im \u201eKonzert f\u00fcr Turntables und Orchester\u201c zeugte von der Offenheit des Orchesters f\u00fcr innovative Ideen und den Mut, neue Wege zu beschreiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das 8. Philharmonische Konzert im Theater Gera war zweifellos ein unvergesslicher Abend, der mit Hingabe und Leidenschaft zu einem gro\u00dfartigen Gesamterlebnis erstrahlte und die Zuh\u00f6rer auf eine inspirierende musikalische Reise mitnahm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Philharmonische Orchester Altenburg Gera spielte Werke von Charles Ives, Gabriel Prokovfiev, Leonard Bernstein, George Gershwin und Aaron Copland unter der Leitung von Generalmusikdirektor Ruben Gazarian. 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