{"id":51791395715222230,"date":"2023-03-20T08:33:37","date_gmt":"2023-03-20T07:33:37","guid":{"rendered":"https:\/\/orchesterfreunde-gera.de\/content\/?page_id=51791395715222230"},"modified":"2023-04-19T09:57:52","modified_gmt":"2023-04-19T07:57:52","slug":"6-philharmonisches-konzert-6","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/orchesterfreunde-gera.de\/content\/6-philharmonisches-konzert-6\/","title":{"rendered":"6. Philharmonisches Konzert"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Philharmonisches Konzert im Theater Altenburg Gera: Orchester spielt Robert Schuhmann, Steffen Schleiermacher und Dmitri Schostakowitsch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Publikum konnte sich am 8. M\u00e4rz 2023 jedoch auch an Bariton Alejandro L\u00e1rraga Schleske erfreuen und seiner Gestaltung der Texte Georg Heyms zur Musik Schleiermachers<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Von Jolina Lauerwald<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>18.03.2023<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Er\u00f6ffnet wurde das Konzert mit der Ouvert\u00fcre von Robert Schuhmann (1810-1856), es folgten sein Scherzo und das Finale E-Dur op. 52. All diese Werke wurden w\u00e4hrend einer regelrechten Hochstimmung und in k\u00fcrzester Zeit von Schuhmann geschaffen. Als frisch gebackener Ehemann entstand im Jahr 1841 zuerst seine ber\u00fchmte Fr\u00fchlingssinfonie und schon zwei Wochen nach der Urauff\u00fchrung komponierte er dieses Orchesterwerk. Allerdings sollte es nicht so erfolgreich werden wie seine erste Sinfonie. Dass wir es dennoch h\u00f6ren durften, erfreute das Publikum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Dass man Gedichte in Musik verwandelt, sie mit Musik in Verbindung bringt, klingt nach einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Idee. Steffen Schleiermacher hatte jedoch genau diese \u00dcberlegung, denn es sollte ein St\u00fcck f\u00fcr Bariton und Orchester werden. Schleiermacher, Pianist, Komponist, Festival- und Konzertorganisator, wurde 1960 in Halle geboren und studierte sp\u00e4ter Klavier, Komposition und Dirigieren. Er leitete mehrere Festivals und unternahm ab 1989 zahlreiche Konzert- und Vortragsreisen in viele L\u00e4nder der Welt. Au\u00dferdem erhielt Schleiermacher vielz\u00e4hlige Preise, Auszeichnungen und Stipendien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Als wurde er beauftragt wurde, f\u00fcr 2020 ein Abschiedskonzert zu komponieren, entschied er sich kurzerhand f\u00fcr vier Gedichte von Georg Heym aus dessen Gedichtsammlung ,,Umbra Vitae\u201c, so sollte sp\u00e4ter auch das St\u00fcck hei\u00dfen. ,In ,Die Stadt\u201c, ,,Die Nacht\u201c, ,,Tr\u00e4umerei in Hellblau\u201c und ,,Nacht\u201c, 1887 geschrieben, widmet sich Georg Heym den Themen Gro\u00dfstadt und Aufbruch in eine neue Zeit, jedoch auch dem Gef\u00fchl eines nahenden Untergangs und der Angst vor der neuen Welt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Diese Gef\u00fchle konnte man gut sp\u00fcren, denn sowohl das Orchester, als auch der Bariton brachten sie treffend ins Publikum, wobei die Texte eher bedrohlich dargeboten wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Dass wir an diesem Abend ebenfalls die Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47 von Dmitri Schostakowitsch h\u00f6ren konnten, ist gro\u00dfes Gl\u00fcck, wenn man bedenkt unter welchen Umst\u00e4nden diese komponiert wurde. Schostakowitsch, der in Russland geboren wurde und von 1906 bis 1975 lebte, hatte seine Bl\u00fctezeit, w\u00e4hrend Stalin gerade an der Macht war. Zu seinem Ungl\u00fcck, wie sich sp\u00e4ter herausstellte, denn Stalin hielt nicht viel von dem Komponisten, so dass 1936 erstmals ein sehr negativer Artikel \u00fcber dessen Oper ,,Lady Macbeth von Mzensk\u201c in der russischen Tageszeitung erschien, nat\u00fcrlich angeleitet von Stalin. Unter den B\u00fcrgern fanden Schostakowitschs Werke aber gro\u00dfe Begeisterung, doch es folgten weitere Artikel, was beim Komponisten gro\u00dfe Angst hervorrief. Er bef\u00fcrchtete, auch verhaftet zu werden, Freunde und Familienmitglieder waren schon festgenommen oder get\u00f6tet worden. Doch selbst w\u00e4hrend dieser schweren Zeit komponierte er weiter, vieles auf der Halbinsel Krim, und schuf schlie\u00dflich seine 5. Sinfonie. Sie setzt sich aus den vier S\u00e4tzen I. Moderato, II. Allegretto, III. Largo und IV. Allegro non troppo zusammen und die Urauff\u00fchrung wurde ein riesiger Erfolg und eine gleichzeitige Antwort auf Stalins Machtdemonstrationen. Das erkannte das Publikum und schenkte damals Komponist, sowie Dirigent eine halbe Stunde lang Applaus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Manchem stellt sich nun vielleicht die Frage, weshalb Steffen Schleiermacher f\u00fcr ein Abschiedskonzert komponierte. Es sollte f\u00fcr das letzte Konzert sein, das Laurent Wagner als Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters Altenburg Gera 2020 dirigieren sollte, wurde Corona wegen jedoch gestrichen.\u00a0 Wagner war von 2013 bis 2020 am Theater Altenburg t\u00e4tig. Wegen der Pandemie hat es drei Jahre gedauert, bis Anfang M\u00e4rz 2023 der Dirigent dann doch noch sein Abschiedskonzert dirigieren konnte: ein sch\u00f6ner Abschluss seines Wirkens in Ostth\u00fcringen.<\/p>\n\n\n\n<p>__________________________________________________________________________________________________<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>6. Philharmonisches Konzert:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Robert Schumann, Steffen Schleiermacher und Dmitri Schostakowitsch<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Philharmonische Orchester unter der Leitung des ehemaligen Generalmusikdirektors Laurent Wagner \u00fcberzeugte beim nachgeholten Abschiedskonzert<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>von Paula Krause<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Gera. Am 8. M\u00e4rz 2023, 19:30 Uhr im Konzertsaal Gera spielte das Orchester mit dem Dirigent Laurent Wagner, ehemaliger Generalmusikdirektor, zum nachgeholten Abschlusskonzert von Romantik \u00fcber expressionistische Musik bis hin zu Musik des 20. Jahrhunderts mehrere Werke von drei au\u00dfergew\u00f6hnlichen Komponisten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Der Einstieg erfolgte ganz klassisch mit einer Ouvert\u00fcre, komponiert von Robert Schumann (1810-1856), gefolgt von zwei anderen Kompositionen: Scherzo und Finale. Das Orchester zeigte sich hier von seiner besten Seite und konnte mit dynamischen und klangvollen Passagen \u00fcberzeugen. Besonders der zweite Satz, das Scherzo, wurde mit unglaublicher Pr\u00e4zision und Energie gespielt und brachte das Publikum zum Staunen. Die Werke sind sehr feierlich und vergn\u00fcgt, was angesichts Schumanns Hochzeit mit Clara Wieck kein Wunder ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Von fr\u00f6hlich zu traurig. So schnell war auch der Umschwung von Schumann zu Schleiermacher. Die Urauff\u00fchrung \u201eUmbra Vitae\u201c, ein Auftragswerk von Steffen Schleiermacher (*1960), geschrieben f\u00fcr Orchester und Bariton. Es ist eine todessehns\u00fcchtige Komposition mit Gedichten von Georg Heym. Schleiermacher gelang es, in diesem Werk moderne und klassische Elemente zu verbinden und eine eindrucksvolle Klangwelt zu schaffen. Die Darbietung war insgesamt sehr beeindruckend, besonders gefallen hat mir die Arbeit des \u201eRegenmachers\u201c, das St\u00fccke wusste zu \u00fcberzeugen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Alejandro L\u00e1rraga Schleske, geboren in Mexiko, sang ausgezeichnet die Baritonstimme in Schleiermachers Werk. Seine Stimme war sehr tragend und gut verst\u00e4ndlich. Er konnte richtig in die Rolle eintauchen und somit konnten das die Zuh\u00f6rer auch. An manchen Stellen war das Orchester etwas zu laut und man verstand den Bariton leider nicht mehr ganz so gut. Aber das hat Alejandro L\u00e1rraga Schleske sich nicht anmerken lassen und sang hervorragend weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Nach der Pause kam das Highlight des Konzertabends, es war Dmitri Schostakowitschs Sinfonie Nr. 5. Hierbei konnte das Orchester seine F\u00e4higkeiten in vollen Z\u00fcgen ausspielen und das Publikum auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnehmen. Das Werk ist bekannt f\u00fcr seine kraftvollen, aber auch melancholischen Passagen, die das Orchester perfekt interpretierte. Besonders der vierte Satz, Allegro non troppo, lie\u00df das Publikum staunen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Insgesamt war das Philharmonische Konzert, welches gleichzeitig der nachgeholte Abschied des ehemaligen Generalmusikdirektors war, ein wunderbarer Abend voller beeindruckender musikalischer Leistungen, angefangen beim Dirigenten, dem Orchester bis hin zu dem Solisten. Das Publikum war begeistert von der Interpretation der Werke und bedankte sich mit langanhaltendem Applaus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">_____________________________________________________________<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>6. Philharmonisches Konzert des Orchesters Altenburg Gera<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Abschiedskonzert des ehemaligen Generalmusikdirektors Laurent Wagner. An diesem Abend dirigierte er St\u00fccke von Robert Schumann, Steffen Schleiermacher und Dimitri Schostakovitsch<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Von Maha Dieminger<\/strong> 08.03.2023, 19.30<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Gera. Fr\u00f6hlich und ausgelassen startete der Abend mit Robert Schumanns (1810-1856) Overt\u00fcre, Scherzo und Finale. Als frisch gebackener Ehemann war er im April 1841 in Hochstimmung und verfasste das Werk schon bald nach dem gro\u00dfen Erfolg seiner ersten Sinfonie. Durch das Musizieren des Orchesters konnte man Schumanns Hochstimmung auch pers\u00f6nlich erfassen und erleben. Das St\u00fcck erweckt Fr\u00fchlingsgef\u00fchle und passt perfekt zu dieser Jahreszeit, in der der Fr\u00fchling Einzug h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Als Auftragswerk entstanden, hatte Steffen Schleiermachers (*1960) Werk \u201eUmbra Vitae\u201c an diesem Abend die Urauff\u00fchrung im Zuge der Verabschiedung des ehemaligen Generalmusikdirektors Laurent Wagner. Welcher auch der Auftraggeber dieses St\u00fcckes war. Steffen Schleiermacher w\u00e4hlte vier Gedichte des expressionistischen und jung verstorbenen Dichters Georg Heym f\u00fcr Bariton und Orchester. Gef\u00fchlvoll und \u00fcberzeugend sang Alejandro Larraga Schleske die Verse. Eine gelungene Interpretation, die die todessehns\u00fcchtigen Gedichte von Georg Heym erlebbar macht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Nach der Pause folge Dimitri Schostakowitschs (1906-1975) Sinfonie Nr. 5. Ohrenbet\u00e4ubend und siegerheischend erklang die 4-s\u00e4tzige Sinfonie. Im Versuch, sich nicht offensichtlich der Politik Stalins zu beugen, verfasste Schostakowitsch diese Sinfonie. Allerdings verschl\u00fcsselte Schostakowitsch auch eine Liebesbotschaft im Werk. Wegen seiner verlorenen Liebe Elena Carmen chiffrierte er die Habanera-Melodie aus George Bizets Oper Carmen in der Reprise des ersten Satzes der Sinfonie. Schostakowitschs 5. Sinfonie stellte sich als eines seiner beliebtesten Werke mit doppeltem Boden heraus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Dieses Programm sollte bereits 2020 erklingen, musste aber durch die Corona-Pandemie immer wieder verschoben werden. Laurent Wagner hatte das Programm weitestgehend konzipiert und es sollte sein Abschiedskonzert werden. Er kehrte also als Gast zur\u00fcck, um das Programm doch noch zu verwirklichen. Aufgrund des begeisterten und ausdauernden Applauses l\u00e4sst sich sagen, dass das ein gelungener Abschied war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Philharmonisches Konzert im Theater Altenburg Gera: Orchester spielt Robert Schuhmann, Steffen Schleiermacher und Dmitri Schostakowitsch Das Publikum konnte sich am 8. 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