{"id":488,"date":"2011-06-24T11:31:56","date_gmt":"2011-06-24T09:31:56","guid":{"rendered":"http:\/\/demoseite.upeuker.net\/wordpress\/?page_id=488"},"modified":"2020-10-23T09:01:40","modified_gmt":"2020-10-23T07:01:40","slug":"philharmonisches-orchester-gera","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/orchesterfreunde-gera.de\/content\/start\/philharmonisches-orchester-gera\/","title":{"rendered":"Philharmonisches Orchester Gera"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-normal-font-size\">Die \u00e4lteste erhaltene urkundliche Erw\u00e4hnung Geras stammt aus dem Jahre 995, die erstmalige Erw\u00e4hnung als Stadt von 1237. Von 1572 bis 1918 fungierte Gera als Residenzstadt der Grafen und sp\u00e4ter der F\u00fcrsten Reu\u00df, j\u00fcngere Linie. Durch die Herrschaft der Dynastie Reu\u00df, ab dem 18. Jahrhundert auch durch die b\u00fcrgerliche Musikaus\u00fcbung, kam es zu einem beachtenswerten Musikleben in Gera.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Gera entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer bedeutenden Industrie- und Handelsstadt, deren B\u00fcrger auch zunehmend kulturelle Interessen und Aktivit\u00e4ten zeigten. Nach der Reichsgr\u00fcndung von 1871 und im Zuge der Industrialisierung wuchs die Einwohnerzahl Geras betr\u00e4chtlich \u2013 von 35.000 im Jahre 1886 auf 83.500 im Jahre 1930.<br>1888 wurde die Reu\u00dfische Hofkapelle (auch F\u00fcrstliche Hofkapelle genannt) gegr\u00fcndet. Sie umfasste 30 Musiker. Hofkapellmeister wurde Carl Kleemann (der sp\u00e4ter auch zum Dirigenten des \u201eMusikalischen Vereins\u201c gew\u00e4hlt wurde).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Der Bau des neuen Theatergeb\u00e4udes am K\u00fcchengarten zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit dem pr\u00e4chtigen und gro\u00dfz\u00fcgigen Konzertsaal bedeutete eine weitere Intensivierung des Konzertlebens in Gera. Hier war \u2013 in Deutschland wohl einmalig \u2013 ein Theater als Hoftheater von der F\u00fcrstenfamilie finanziert worden und ein in das Theater integrierter Konzertsaal von der musikbegeisterten B\u00fcrgerschaft, allen voran die Witwe des Kommerzienrats Ferber, die daf\u00fcr 100.000 Reichsmark zur Verf\u00fcgung stellte. Am 18. Oktober 1902 erfolgte die Er\u00f6ffnung des Theaters. Am 10. November 1902 veranstaltete der Musikalische Verein ein Festkonzert \u201ezur Feier des Geburtstages Seiner Durchlaucht des Erbprinzen und Einweihung des Konzertsaales im neuen F\u00fcrstlichen Theater\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">1905 wurde die Reu\u00dfische Hofkapelle mit der Stadtkapelle zu einem gr\u00f6\u00dferen, leistungsf\u00e4higen Orchester vereinigt. Ein H\u00f6hepunkt im Musikleben dieser \u00c4ra war ein Wagner-Konzert mit Ausschnitten aus \u201eLohengrin\u201c und \u201eDie Walk\u00fcre\u201c im Theatersaal. Als Gast dirigierte der Gewandhauskapellmeister Arthur Nikisch die Hofkapelle. Am 2. Juli 1908 dirigierte der Komponist Paul Lincke im K\u00fcchengarten ein Konzert \u201ezum Besten der Mitglieder der F\u00fcrstlichen Kapelle\u201c. In den Jahren 1909, 1910 und 1911 gab es im F\u00fcrstlichen Hoftheater Festvorstellungen von Opern Richard Wagners unter der musikalischen Leitung von Arthur Nikisch, Felix Mottl und Carl Muck.<br>Im Dezember 1908 fand im Konzertsaal ein \u201eArbeiter-Konzert\u201c statt \u2013 ein Novum f\u00fcr die damalige Zeit, die doch von der Monarchie und festgef\u00fcgten Standesunterschieden gepr\u00e4gt war. 1910 wurde die erste Orgel im Konzertsaal eingebaut \u2013 ein Geschenk des Kommerzienrates Hirsch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Inzwischen hatte Gera im Januar 1989 mit 134.867 Einwohnern seine h\u00f6chste Einwohnerzahl erreicht. Die politische Wende von 1989\/90 ver\u00e4nderte auch Koordinaten und Bedingungen des Theater- und Konzertlebens. Das Kammerorchester konnte sich nun (seit 1989) \u201eReu\u00dfisches Kammerorchester\u201c nennen. Auftritte bei Partei- und Festveranstaltungen fielen weg. Ein neues Tarifsystem mit festen dienstlichen Regeln wurde \u00fcbernommen. Der finanzielle Druck auf alle Theater und Orchester wuchs, und es gab erste Stellenk\u00fcrzungen. In Th\u00fcringen mu\u00dften mehrere Orchester und Theater fusionieren, so Nordhausen und Sondershausen, Greiz und Reichenbach, Rudolstadt und Saalfeld, sp\u00e4ter (1995) auch Gera und Altenburg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Quelle: Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera; Ein Portrait (Ausz\u00fcge); Texredakt.: M.Stolle; Herausgeber: Verein der Orchesterfreunde Gera e.V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00e4lteste erhaltene urkundliche Erw\u00e4hnung Geras stammt aus dem Jahre 995, die erstmalige Erw\u00e4hnung als Stadt von 1237. Von 1572 bis 1918 fungierte Gera als Residenzstadt der Grafen und sp\u00e4ter der F\u00fcrsten Reu\u00df, j\u00fcngere Linie. Durch die Herrschaft der Dynastie Reu\u00df, ab dem 18. 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