{"id":485,"date":"2011-06-30T11:58:01","date_gmt":"2011-06-30T09:58:01","guid":{"rendered":"http:\/\/demoseite.upeuker.net\/wordpress\/?page_id=485"},"modified":"2020-10-23T09:02:38","modified_gmt":"2020-10-23T07:02:38","slug":"landeskapelle-altenburg-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/orchesterfreunde-gera.de\/content\/start\/landeskapelle-altenburg-2\/","title":{"rendered":"Landeskapelle Altenburg"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-normal-font-size wp-block-paragraph\">Die Anf\u00e4nge einer Hofmusik in Altenburg sind mit dem Jahr 1456, ein Jahr nach dem ber\u00fchmten Altenburger Prinzenraub, belegt. Die erste urkundlich erw\u00e4hnte Theaterauff\u00fchrung fand 1474 auf dem Altenburger Markt statt, und es ist sehr wahrscheinlich, dass zu diesem \u201eSpiel des Leiden und Sterben Christi\u201c Musikanten schon mitwirkten. Damals standen 4 Pfeifer, 2 Lautenschl\u00e4ger und 1 Fiedler im Dienst des Kurf\u00fcrsten Friedrich des Sanftm\u00fctigen. Die Angaben \u00fcber die Hofkapelle sind in der Folgezeit bis 1602\/1603 sehr l\u00fcckenhaft, was durch relativ rasch folgende Regierungswechsel begr\u00fcndet ist. Mit dem Einzug der Herzogin Anna Maria ins Altenburger Schloss (1604), begann f\u00fcr das Altenburger Musikleben eine neue Epoche. In dieser Zeit standen Hoforganisten wie Georg Z\u00f6llner, Johann Christenius, Johann Pflug und Gottfried Scheidt, der Bruder des ber\u00fchmten Hallenser Organisten Samuel Scheidt, im Dienste des Altenburger Hofes.<br>Unter Friedrich Wilhelm II. geh\u00f6rten ab 1654 zehn festangestellte Musiker zur Hofkapelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size wp-block-paragraph\">Ende 1826 hatte das Orchester einen Bestand von 3 1. Violinen, 3 2. Violinen, 2 Violen, einem Cello, einem Kontrabass, je zweifach besetzte Holzbl\u00e4ser, 2 H\u00f6rner, 2 Trompeten, 3 Posaunen und eine Pauke. Einen Teil der Musiker brachte der Herzog aus Hildburghausen mit. Beim Hofmusikdienst, im Theater und bei besonderen Anl\u00e4ssen wurde die Hofkapelle durch Milit\u00e4rmusiker und Musiker, die sich nach Ende des 30j\u00e4hrigen Krieges in Z\u00fcnften zu Stadtmusikern vereinigten, verst\u00e4rkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size wp-block-paragraph\">Die bisher genutzten Spielst\u00e4tten wurden den gehobenen Anspr\u00fcchen des Altenburger Theaterpublikums in der Mitte des 19. Jahrhunderts nicht mehr gerecht. Die Zuschauerr\u00e4ume wurden zu klein, desgleichen die B\u00fchnenr\u00e4ume; die sich st\u00e4ndig vergr\u00f6\u00dfernden Orchesterbesetzungen verlangten einen gr\u00f6\u00dferen Orchestergraben, und \u00fcberhaupt fehlte, gemessen an anderen Spielst\u00e4tten Th\u00fcringens und Sachsens, ein repr\u00e4sentativer Theaterbau. 1868 sprach sich Herzog Ernst I. in einem Postulat f\u00fcr die Erbauung eines Theaters in Altenburg aus. Am 16.4.l871 wurde nach zweij\u00e4hriger Bauzeit das Herzogliche Hoftheater mit einer Auff\u00fchrung des \u201eFreisch\u00fctz\u201c festlich er\u00f6ffnet. Mit der Er\u00f6ffnung des Hoftheaters erhielt auch das Musikleben der Stadt Altenburg einen bedeutenden Impuls.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size wp-block-paragraph\">Die politische Wende leitete in Altenburg auch eine konzeptionelle Wende am Theater ein. Das verbliebene Leitungsteam bem\u00fchte sich, durch einen ausgewogenen Spielplan Publikumsw\u00fcnsche st\u00e4rker zu ber\u00fccksichtigen und so das Publikum zur\u00fcckzugewinnen. Auch die Konzerte der Landeskapelle gewannen an Attraktivit\u00e4t. So wurden jetzt Solisten gewonnen, die zu DDR-Zeiten nicht nach Altenburg kommen konnten.<br>Bis 1994 erfolgte vor allem auch im Orchester ein weiterer Stellenabbau. Alle Bem\u00fchungen waren nun darauf gerichtet, die vom Land Th\u00fcringen gegen den Willen beider Theater erzwungene Fusion der Theater Altenburg und Gera vorzubereiten. Die Gr\u00fcndung der Altenburg-Gera Theater GmbH wurde beschlossen, und mit einer umjubelten Inszenierung der \u201eSalome\u201c von Richard Strauss unter der Leitung des Chefdirigenten Thomas Wicklein zum Ende der 124. Spielzeit beendete das Landestheater Altenburg seine eigenst\u00e4ndige Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size wp-block-paragraph\">Quelle: Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera; Ein Portrait (Ausz\u00fcge); Autor : Martin Groskopff; Texredakt.: M.Stolle; Herausgeber: Verein der Orchesterfreunde Gera e.V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anf\u00e4nge einer Hofmusik in Altenburg sind mit dem Jahr 1456, ein Jahr nach dem ber\u00fchmten Altenburger Prinzenraub, belegt. 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