{"id":467301,"date":"2017-04-06T22:25:20","date_gmt":"2017-04-06T20:25:20","guid":{"rendered":"http:\/\/orchesterfreunde-gera.de\/content\/?page_id=467301"},"modified":"2017-04-06T22:25:20","modified_gmt":"2017-04-06T20:25:20","slug":"7-philharmonisches-konzert","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/orchesterfreunde-gera.de\/content\/7-philharmonisches-konzert\/","title":{"rendered":"7. Philharmonisches Konzert"},"content":{"rendered":"<p>Ganz im Zeitgeschehen der Klassik erklingen im 7. Philharmonischen Konzert vier Werke vor allem auch unter dem Aspekt des damals gro\u00df gelebten Freimaurertums; Zusammenk\u00fcnfte also, welche die f\u00fcnf Grundpfeiler Freiheit, Gleichheit, Br\u00fcderlichkeit, Toleranz und Humanit\u00e4t lebten und verteidigten. Das wohl ber\u00fchmteste musikalisch angelehnte Werk aus der Musikgeschichte stellt hierf\u00fcr Wolfgang Amadeus Mozarts Singspiel \u201eDie Zauberfl\u00f6te\u201c dar, dessen Ouvert\u00fcre den Anfang des Konzertes bildet. Nach einem kurzen einleitenden Adagio w\u00e4hlt Dirigent Laurent Wagner ein sehr rasches Tempo, welches aber vom Orchester gut aufgefangen wird. Versetzte Einstiege gelingen im durchgehend schnellen und riskanten Tempo exakt \u00fcbereinander, pl\u00f6tzliche Lautst\u00e4rke\u00e4nderungen werden \u00fcberzeugend dargeboten.<\/p>\n<p>Besetzt mit Orchester, vier Solisten (Martin Lattke, Kai Wefer, Yu-Yen Lai und Andr\u00fc Chakov) und M\u00e4nnerchor (Mitglieder des Kammerchores der Hochschule f\u00fcr Musik FRANZ LISZT Weimar und des S\u00e4chsischen Kammerchores) schrieb Albert Lortzing anl\u00e4sslich der Hundertjahrfeier der Freimaurerloge \u201eMinerva zu den drei Palmen\u201c aus Leipzig 1841 die \u201eJubelkantate\u201c. Vor allem die beiden Solisten Martin Lattke (Tenor) und Kai Wefer (Bass) geraten durch stimmlich \u00fcberzeugende Rezitative und Arien \u00fcber das Freimaurertum und im Speziellen der Schilderung der Leipziger Loge in den Mittelpunkt des sehr bek\u00f6mmlichen Werkes. Stimmungsvolle Ch\u00f6re bilden \u00dcberg\u00e4nge, furios begleitet vom Orchester. Alle Beteiligten erhalten den l\u00e4ngsten Applaus des Abends.<\/p>\n<p>Johann Nemopuk Hummels Trompetenkonzert in E-Dur wird an diesem Abend von Uwe Komischke (seit 1994 Professor an der Hochschule f\u00fcr Musik FRANZ LISZT Weimar) vorgetragen. Die recht unspektakul\u00e4re Musik erfordert vom Solisten trotzdem technische H\u00f6chstleistung ab, welche vor allem im letzten von drei S\u00e4tzen im Hinblick auf beispielsweise schnelle Tonrepetitionen und chromatische Triller deutlich zu sp\u00fcren ist. Komischke passieren keine Fehltritte, vor allem die Klarheit der vorgetragenen T\u00f6ne machen sein Spiel aus. Bejubelt wird er vom Geraer Publikum daf\u00fcr lange.<\/p>\n<p>Den Schluss des Abends bildet Mozarts 39. Sinfonie in Es-Dur, welche in der Interpretation neben musikalisch geschmackvollem Abwechslungsreichtum auch gepr\u00e4gt ist von intonatorischen Unstimmigkeiten in den ersten Geigen. Besonders positiv hervorzuheben ist im Zusammen mit der Sinfonie Konzertmeister Andreas Hartmann, welcher in der Lage ist, durch seine Ausdrucksweise jederzeit Kontrolle und Einfluss \u00fcber und auf das gesamte Orchester zu haben. Den besonders anspruchsvollen Passagen und L\u00e4ufen sind Streicher und Bl\u00e4ser, auch im Zusammenspiel, jederzeit gewachsen. Insgesamt l\u00e4sst der Konzertabend nicht wie gewohnt begeistern, allem Gelungenen ist dennoch f\u00fcr den hohen Schwierigkeitsgrad hoher Respekt zu zollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tobias Hohberg, 06.04.2017<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ganz im Zeitgeschehen der Klassik erklingen im 7. Philharmonischen Konzert vier Werke vor allem auch unter dem Aspekt des damals gro\u00df gelebten Freimaurertums; Zusammenk\u00fcnfte also, welche die f\u00fcnf Grundpfeiler Freiheit, Gleichheit, Br\u00fcderlichkeit, Toleranz und Humanit\u00e4t lebten und verteidigten. 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