{"id":25356,"date":"2014-11-24T09:33:18","date_gmt":"2014-11-24T08:33:18","guid":{"rendered":"http:\/\/orchesterfreunde-gera.de\/content\/?page_id=25356"},"modified":"2020-10-23T09:26:52","modified_gmt":"2020-10-23T07:26:52","slug":"cd-concerto-italiano","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/orchesterfreunde-gera.de\/content\/cd-concerto-italiano\/","title":{"rendered":"CD &#8211; Concerto italiano"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"has-normal-font-size wp-block-heading\">Concerto italiano<br>Ensemble diX mit neuem Programm und neuer CD<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size wp-block-paragraph\">\u201eEin bisschen italienische Sonne in den deutschen Herbst bringen\u201c \u2013 das hatte das ensemble dix beim November-Foyerkonzert im Sinn. Doch es ging da weniger um Jahreszeiten und Tagestimmungen, sondern der Sehnsuchts-Ort Italien stand im Fokus eines wie immer ungew\u00f6hnlichen und exquisiten Programms, das die Musiker des Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera zudem noch als brandneue CD pr\u00e4sentierten. Italien: Von Heinrich Sch\u00fctz bis (mindestens) Hans Werner Henze zog es eine Unzahl deutscher Musiker in \u201edas Land, wo die Zitronen bl\u00fch\u2019n\u201c, und von den \u201eItalienischen Madrigalen\u201c des einen bis (mindestens) zu den \u201eNeapolitanischen Liedern\u201c des anderen hinterlie\u00dfen viele der die Jahrhunderte \u00fcberdauernden Neuerungen der S\u00fcdl\u00e4nder ihre un\u00fcberh\u00f6rbaren Tonspuren in der Musik n\u00f6rdlich der Alpen. Lichtes und Leichtes, Belcanto und Polyphonie, Farbigkeit und Temperament dringen vor in eine karge, strenge Klanglandschaft, die es zu beleben und zu kolorieren galt. Solch ein Flair pr\u00e4gt auch diesen Auftritt und diese Platte, zumal die Interpreten durch ihre Tournee nach Florenz zus\u00e4tzlich befl\u00fcgelt sein d\u00fcrften. Die vier \u201eStammbl\u00e4ser\u201c des Ensembles \u2013 Stars der ersten Holzbl\u00e4ser-Pulte des Orchesters Andreas Knoop (Fl\u00f6te), Abrecht Pinquart (Oboe), Hendrik Schn\u00f6ke (Klarinette) und Roland Schulenburg (Fagott) \u2013 haben Liane Pinquart (Harfe) als Gast hinzugebeten. Duftig feine Atmosph\u00e4re bringt sie ein, und \u00fcber ihren \u201eGeneralbass\u201c- Akkorden k\u00f6nnen die Bl\u00e4ser ihr Linienspiel frei und fantasievoll entfalten. Da macht gleich das erste St\u00fcck gro\u00dfen Eindruck: Johann Sebastian Bachs \u201eItalienisches Konzert\u201c. Das Quintett nutzt die Chance, brillant, ausdrucksvoll und klangsch\u00f6n zu musizieren, und es gibt damit zugleich eine Visitenkarte ab, die f\u00fcr das ganze Album gilt. Bachs St\u00fcck liefert ihm den Titel. Und dem kreativen Arrangeur Hendrik Schn\u00f6ke liefert es einen Freibrief f\u00fcr seine Bearbeitung bzw. Herrichtung einiger dieser Werke. Bearbeiten war in alten Zeiten Usus und auf vielerlei Arten m\u00f6glich; Bearbeitungen sind \u2013 aus vielerlei Gr\u00fcnden \u2013 auch heute nicht aus der Mode &#8211; meist, um extravagante Besetzungen und Anforderungen auf das \u00fcbliche Format zu bringen und den normalen H\u00f6rer zu bedienen. Als Versuch oder Mittel, Unerreichbares handhabbar zu machen. Auch die Salon-Musik lie\u00df sich nicht lumpen, sch\u00f6ne Opern-Weisen und popul\u00e4re Orchesterst\u00fccke, f\u00fcr den Hausgebrauch wie f\u00fcrs Kaffeehaus arrangiert, zu servieren. Und auf der CD findet Antonio Vivaldis Concerto op. 3 Nr. 7 nach der Bearbeitung durch J. S. Bach in Schn\u00f6kes Einrichtung f\u00fcr\u2019s dix ensemble ebenso selbstverst\u00e4ndlich einen Platz wie die Serenade f\u00fcr Harfe solo von Nino Rota, dem ber\u00fchmten Filmkomponisten, das \u201eOmmagio a Bellini\u201c von Antonio Pasculli f\u00fcr Englischhorn und Harfe sowie das Divertimento Nr. 2 von Leonardo De Lorenzo f\u00fcr Fl\u00f6te, Klarinette und Fagott, die allesamt in Originalbesetzung erklingen. Ein Griff nach den Sternen sind die \u201eTosca\u201c- Fantasie \u201eE lucevan le stelle\u201c nach Giacomo Puccinis Opern-Hit (f\u00fcr sie hat wohl das ber\u00fchmte Klarinetten-Solo den Solo-Klarinettisten angetrieben) und das Intermezzo sinfonico aus der Oper \u201eCavalleria rusticana\u201c von Pietro Mascagni: Da werden Gipfel des Popul\u00e4ren gest\u00fcrmt (man kann, die opulenten Originale im Ohr, das aber auch als grenzwertig empfinden), die am Schluss gar noch von Luigi Denzas unverw\u00fcstlichem \u201eFuniculi, Funicula\u201c \u00fcberh\u00f6ht werden. Hinrei\u00dfend kommt damit eine musikalische Italienreise voller bezaubernder Eindr\u00fccke an ihr Ende. Und den sch\u00f6nen Ausblicken f\u00fcgt die locker gestaltete Anekdoten-Sammlung des Booklets vergn\u00fcgliche Einblicke hinzu. Da scheint allenthalben die Sonne im Herbst &#8230;<br>Concerto italiano \/ ensemble dix \/\/ Querstand\/Kamprad Verlag Altenburg, 1 CD VKJK 1403<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eberhard Kneipel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Concerto italianoEnsemble diX mit neuem Programm und neuer CD \u201eEin bisschen italienische Sonne in den deutschen Herbst bringen\u201c \u2013 das hatte das ensemble dix beim November-Foyerkonzert im Sinn. 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