2. Philharmonisches Konzert Thüringer Kompositionspreis In Kooperation mit dem Landesmusikrat Thüringen

Wann

20/10/2022    
19:30 - 22:00

Wo

Bühnen der Stadt Gera - Großes Haus
Theaterplatz 1, 07548 Gera

Veranstaltungstyp

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Johannes Brahms (1833-1897):
Variationen über ein Thema von Haydn op. 56a

Ilias Rachaniotis (*1978):
Sommernachtstanz Konzert für Orchester · Uraufführung

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791):
Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550

Einen Ohrwurm zog sich Johannes Brahms im Jahr 1870 zu, als er auf das Choralthema „St. Antoni“ aus einem Bläserchoral Joseph Haydns stieß, welches ihn für ganze drei Jahre nicht mehr loslassen sollte. Schließlich erschuf Brahms aus dieser Melodie, die mutmaßlich nicht einmal wirklich von Haydn stammt, seine weltberühmten Haydn-Variationen. Diese wurden für nachfolgende Komponisten wie Antonín Dvořák, Max Reger oder Arnold Schönberg ein unvergleichliches Musterwerk und Vorbild für zahlreiche weitere Werke.

Der in Weimar ansässige und aus Griechenland stammende Komponist Ilias Rachaniotis war bereits zweimal Stipendiat der Thüringer Kulturstiftung und gewann sowohl 2014 als auch 2020 den Thüringer Kompositionspreis, der ihm für seine so betonte „ausdifferenzierte Harmonik“ sowie „farbenreiche Orchestrierung“ zuerkannt wurde. Durch einen infolgedessen erteilten Kompositionsauftrag entstand sein neues Konzert für Orchester Sommernachtstanz, welches in diesem Konzert seine Uraufführung erlebt.

Die Sinfonie g-Moll KV 550 ist das wohl populärste und meistgespielte Orchesterwerk Mozarts. Sie entstand im Sommer 1788, in einer Zeit, in der Mozart sich einmal mehr in einer finanziellen Krise befand. Die für Mozart ungewöhnlich düsteren Klänge lassen Musikhistoriker einen Zusammenhang zwischen Mozarts Musik und damaliger Lebenssituation vermuten. Durch den in Musik verwandelten Ausdruck von Emotion und Schmerz wurde diese Sinfonie zum Vorbild für die Musik der Romantiker und ihre enorme Popularität blieb bis heute ungebrochen.