8. Philharmonisches Konzert

Termin
10.05.2018
19:30 Uhr

Ort
Bühnen der Stadt Gera - Großes Haus

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„Du weißt nicht, was Liebe ist, bis du die Bedeutung des Blues gelernt hast,
bis du eine Liebe geliebt hast, die du verlieren musstest.“
Chet Baker

  • Claude Debussy (1862-1918): Prélude à l’après-midi d’un faune
  • Christian Jost (*1963): Pietà in memoriam Chet Baker
  • Antonín Dvořák (1841-1904): Sinfonie Nr. 8 Die Englische G-Dur op. 88

Ein musikalisches Gemälde von zauberhafter Stimmung entsteht in dem berühmten Prélude von Debussy. Mit verführerischen und traumverlorenen Klängen, die von Holzbläsern, Celli sowie der Harfe geprägt werden, konterkariert Debussy die fantastische Szenerie: Ein Flöte spielender Faun, halb Mensch, halb Tier, verführt zwei schlafende Nymphen. Das 100. Todesjahr des Komponisten dient als würdiger Anlass, das faszinierende Werk zum Klingen zu bringen.

Christian Jost zählt zu den gefragtesten Komponisten unserer Zeit. Mit seinem Trompetenkonzert Pietà setzt er dem berühmten amerikanischen Trompeter Chet Baker ein tönendes Denkmal. Auch wenn das Werk kein Jazzstück ist, so thematisiert es doch die musikalische Heimat seines Widmungsträgers. Die eleganten und wandlungsfähigen Klänge der Solotrompete erinnern v. a. im lyrischen Adagio an die tragische Biografie Chet Bakers, die mit dem Sturz aus einem Fenster ein jähes Ende fand.

Dvořáks 8. Sinfonie zeichnet sich durch ihren fröhlichen Charakter aus, den sie ihrer Nähe zum folkloristisch-böhmischen Idiom verdankt. Die Inspiration für das Stück fand der Komponist in der Schönheit der Landschaft um Vysoká bei Príbam, seinem tschechischen Sommersitz. Das Gefühl der Freiheit schlug sich auch auf das Werk nieder, dessen Form weniger streng den Regeln der Sinfonie folgt, sondern vielmehr als Abfolge poetischer Stimmungsbilder gedeutet wird.

Michael Helmrath war viele Jahre als Solo-Oboist bei den Münchner Philharmonikern unter Sergiu Celibidache engagiert, der ihn als Dirigent erkannte und förderte. 2000 bis 2015 war er Generalmusikdirektor der Brandenburger Symphoniker; seit 2016 arbeitet er in gleicher Funktion beim Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen.

Der 22-jährige Simon Höfele, Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs, ist einer der spannendsten Trompeter seiner Generation. Er debütierte bereits mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Semyon Bychkov, ist Preisträger des Sonderpreises „U21“ des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD und des Deutschen Musikwettbewerbs 2016, sowie das aktuelle „SWR2 New Talent“ im dreijährigen Förderprogramm des SWR.