7. Philharmonisches Konzert

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Termin
10.04.2019
19:30 Uhr

Ort
Bühnen der Stadt Gera - Großes Haus

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Maurice Ravel (1875-1937): Daphnis et Chloé Suite 2
Klavierkonzert G-Dur
La Valse
Boléro

„Die größte Kraft auf der Welt ist das Pianissimo.“
Maurice Ravel

Maurice Ravel hatte eine ganz außergewöhnliche Persönlichkeit, die sich auch in seiner Musik widerspiegelt. Von impressionistischer Leichtigkeit getragen, erschuf er Traumwelten mit der technischen Präzision eines „Schweizer Uhrmachers“. Fast schon filmreif ist die Geschichte, die der Komponist in seinem Werk Daphnis et Chloé nach dem antiken Schriftsteller Longos erzählt. Durch einen Piratenüberfall wird das junge Liebespaar Daphnis und Chloé getrennt. Machtlos sieht Daphnis zu, wie Chloé verschleppt wird; er betet zu dem Gott Pan. Dieser kapert das feindliche Schiff und führt die Geliebte zurück. Ursprünglich als Ballett konzipiert, wurde das Werk erst in seiner späteren Fassung als Orchestersuite erfolgreich.
Mit spannungsgeladenen musikalischen Mitteln arbeitet der französische Komponist hingegen im Klavierkonzert in G-Dur. Wie ein Startschuss knallt zu Anfang die Peitsche und das höchst virtuose Stück beginnt. Ravel wollte dabei ein aufgelockertes und brillantes Werk schaffen „und nicht auf Tiefe und dramatische Effekte abzielen“.
Für schwebende Eleganz steht die Stadt Wien mit ihren Walzern. Ihr und insbesondere dem „Walzer-König“ Johann Strauß widmete Ravel sein Werk La Valse, das sich von einem beschwingten Tanz zu einem grausamen Marsch transformiert. Damit setzte Ravel der rohen Gewalt des Ersten Weltkrieges ein musikalisches Denkmal. Der Auftraggeber dieser Ballettmusik, Sergei Djagilew, urteilte über die Komposition: „Ravel, das ist ein Meisterwerk, aber es ist kein Ballett.“
Einen musikalischen Scherz erlaubte sich der Komponist in seinem berühmten Boléro. Es sollte ein reines Experiment werden: Ohne Variation, ohne Entwicklung wiederholt das Stück unablässig ein und dasselbe Thema, nur Orchestrierung und Lautstärke variieren im Verlauf des Stückes. Wider Erwarten wurde das Werk sein größter Erfolg und gehört bis heute zu den am häufigsten gespielten Stücken überhaupt.